KUNST AM BAU – 4SF, 2022/23
Auftrag: Entwickelt in einem 2-er Team eine inhaltliche Idee für eine Wand-Installation – ausgehend von einer "BEOBACHTUNG/UNTERSUCHUNG" bei den Konviktbewohner:innen. Sucht eine geeignete – subjektiv spannende – Thematik, die sich als Konzeptkunst umsetzen lässt. Im gewählten Verfahren und in der Umsetzungstechnik seit ihr frei.
Verantwortliche BKS BG-Lehrperson; Patrick Blumenthal 2023
Schattenwurf
5SF, Kim Just und Alesch Fontana
Für das Kunstprojekt im Konvikt im Bereich Konzeptkunst haben wir eine interaktive Installation entwickelt, die sich mit dem Thema der Trennung von persönlichem Leben und Schulleben auseinandersetzt. __________________Unser Ziel ist es, mit dieser Installation Bewusstsein für die Schwierigkeiten zu schaffen, die Konvikt-Bewohner bei der Trennung ihres privaten Lebens vom schulischen Alltag haben. Wir möchten die Themen wie Privatsphäre, persönlicher Raum und das Bedürfnis nach Rückzug ansprechen. Intimität kann noch schnell nicht ausgelebt werden, was die ständige Präsenz von Mitschülern im Konvikt mit sich bringt. ____________________________Um dieses Thema zu visualisieren, haben wir eine Installation entworfen, die mit Licht, Farbe und Perspektive spielt. Wir verwenden Schulgegenständen wie Stifte, Lineale, Papier, Radiergummis etc. Diese Materialien werden verwendet, um das Objekt zu formen und zu gestalten. Der Interaktive Teil entsteht, wenn der ein Schalter betätigt wird und mit dem Licht ein Schlagschatten erzeugt. Der von den Schulgegenständen erzeugte Schlagschatten formt ein Haus, das die Idee von Intimität und Privatsphäre repräsentiert. ________________________ Der Interaktive Aspekt erreicht, dass die Konvikt-Bewohner selbst Einfluss auf die Installaion haben und somit auch direkt angesprochen werden. Jedes einzelne Individuum des Konvikts hat einen Einfluss auf das Konvikt selbst._______________________ Durch die Kombination von Konzeptkunst, interaktiver Technik und dem Spiel mit Licht, Farbe und Perspektive schaffen wir eine einzigartige Erfahrung für die Bewohner des Konvikts, welches sie berühren und auch zum Denken anregen soll.
Kunstgalerie
5SF, Caroline Koesling und Aurora Senften
Mini-Galerie________Um den Galerieraum handelt es sich um einen aufgeschnittenen Raum, in dem man primär von vorne, aber auch von allen Seiten betrachten kann. Der Raum soll an ein Puppenhaus oder Setzkasten erinnern, mit kleinen Ausstellungsoptionen wie zum Beispiel einer Staffelei, einem Sockel und einigen Klämmerchen, die dann frei dekoriert werden können. Im ganzen Raum und auf den Objekten sind kleine Aufforderungen, den Raum auf verschieden Weisen zu füllen, zu finden. Auf den inneren und äusseren Wänden sind ebenfalls Aufforderungen zu finden, die einen auffordern die Galerie zu beschriften / anzumalen. Die Galerie haben wir schlicht gehalten, einerseits, damit man noch viel Platz zum Beschriften / dekorieren hat, aber auch, damit diese Lehre auch ein Interesse erweckt und letztlich, damit die rote Aufforderung auch richtig auffällt. ________________Unser Kunstwerk soll die Kunst im Alltag thematisieren, und soll die Konvikt Bewohner*innen dazu animieren, mit der Galerie zu interagieren. Durch diese Interaktion möchten wir den Austausch unter den Bewohner*innen fördern. Jede*r kann seine eigene Kunst ausstellen und seine Kreativität in diesem Rahmen ausleben und teilen. Das Ziel wäre ebenfalls, dass die Bewohner*innen die Kunstwerke miteinander austauschen können. Durch die Galerie haben alle Bewohner*innen die Möglichkeit ihre Spuren zu hinterlassen für weitere neue Bewohner*innen. ___________________Diese Motive haben wir anhand Rückmeldungen jetziger Konvikt Bewohner*innen gewählt. Nämlich wurde uns gesagt, dass die Bewohner*innen oft sich nur in ihren eigenen Gruppen aufhalten und dass es ein Austausch untereinander eher selten geben würde. Als wir eine Rückmeldung über die jetzigen Kunstwerke im Konvikt erhalten haben, waren viele der Meinung gar nicht zu wissen, wer sie gemacht hat, oder warum sie überhaupt dort sind. Deswegen haben wir uns dann auch schlussendlich für die Galerie entschieden, in dem Austausch und eigene Kunstwerke im Fokus sind. Ebenfalls haben wir mit dem Verlangen gespielt, sich überall verewigen zu wollen, und wollten den Bewohner*innen endlich eine Plattform dazu anbieten. __________Und so haben wir letztendlich den Setzkasten gemacht, mit dem Ziel am Ende seiner Zeit voller Charakter zu sein. Ein Ort wo alle Konvikt Bewohner*innen ihre eigenen Kunstwerke präsentieren können, ein Ort wo sie sich auszutauschen können. Ein Ort, an dem sie ihre Spuren hinterlassen, und sich verewigen.
Das Gipstuch
5SF, Madlaina Neuwirth und Ella Bürkli
Herzlich willkommen zu unserer Umsetzung von Kunst am Bau. Wir heissen Madlaina und Ella und wir stellen euch unsere Installation von einem grossen, weissen Tuch vor, das in Gips getunkt wurde.__________Unser Projekt ist im A0-Format und der Rahmen weist wenig Tiefe vor. Das Gipstuch ragt teilweise über den Rahmen hinaus, damit der Betrachtende direkt angesprochen wird. Die grobe Struktur und die grossen Falten lassen die Installation lebendig wirken.___________Wir haben unsere Vision von einem Gipstuch umgesetzt, indem wir einen Holzrahmen gefertigt, Styropor zugeschnitten, ein Tuch in Gips getränkt, darüber gelegt und mit den Fingern geformt haben. Natürlich entstand das gesamte Projekt auch durch viel Ausprobieren und Spass.____________Das Konvikt ist ein Zuhause und ein Rückzugsort für viele. Eine Heimat schenkt Schutz, Zartheit und Wärme. Diese Motive soll der Betrachtende beim ersten Anblick verspüren, da das weiche und weisse Tuch diese Gefühle ausstrahlt. _________Sobald man jedoch näher herantritt und das Tuch berührt, verblassen alle vorherigen Gefühle, und es erscheint eine Härte, die durch den Gips erzeugt wird. ______Das Ganze soll ein Kontrast zwischen „Zuhause sein“ und „sich doch nicht Wohlfühlen“ darstellen. Denn obwohl das Konvikt für viele eine Heimat ist, fühlen sich nicht alle wohl und vertraut.
Standpunkt
5SF, Malina Liebsch und Irina Bär
Das Kunstwerk stellt dar, wie das Konvikt seine Bewohner*innen zusammenbringt. Das Werk besteht aus zwei Teilen, welche diesen Prozess festhalten.Dieser wurde so stark reduziert, dass bewusst nur die Bewohner*innen, repräsentiert durch die Stecknadeln, sowie ebenfalls stark abstrahierten Erhebungen bleiben.Die Stecknadeln sind an kein Farbkonzept gebunden, sie tragen mehrere Farben, im Gegensatz zu ihrer Umgebung in diesem Fall. Sie rücken so nicht nur mehr ins Zentrum, sondern es wird offensichtlicher, dass sie keine homogene Masse sind. Im Kontext des Werkes, kann dies nur durch die Farbigkeit der Stecknadeln ausgedrückt werden. Dieser Unterschied bezieht sich auf jegliche Verschiedenheiten, wie beispielsweise Kultur, Geschlecht, Herkunft, oder nur ihre rein verschiedenen Charakter. Natürlich tragen gewisse Stecknadeln dieselbe Farbe, dies ist nicht um sie miteinander zu gruppieren, sondern nur aus gestalterischen Gründen, um den Abstraktionsgrad beizubehalten. Dieser ist wichtig, damit das Werk seine Botschaft möglichst leicht dem Betrachter nahebringen kann._____________Im linken Rahmen befinden sich alle Stecknadeln verstreut auf einer Landschaft. Die physikalische Barriere zwischen den Schüler*innen, von ihrem eigentlichen Wohnsitz aus, wird hier durch die Erhebungen gebildet. Diese trennt ebenfalls ihre Vertreter*innen, abgesehen von ihren bereits vorhandenen Abständen, weiter voneinander ab. Im rechten Rahmen ist die Situation im Konvikt zu sehen, alle Stecknadeln befinden sich eng aufeinander, mit keinen physikalischen Barrieren mehr zwischen ihnen. Ihre strenge Anordnung in einem Quadrat, soll andas Konvikt anlehnen. Es bringt alle Bewohner*innen, von ihrem eigentlichen Wohnsitz und verstreut im Land, auf einen Ort.Die enge der Stecknadeln zeigt ihre wirkliche Nähe zueinander, steht aber auch für die sozialen und emotionalen Bindungen unter den Menschen, welche sie als gegenseitige Mitbewohner*innen formen.______________Die beiden Teile der Darstellung hängen in separaten Bilderrahmen, zwischen ihnen befindet sich in der Installation ein physikalischer Abstand. Dieser Abstand ist ein Mittel, um den Weg vom Heimatsort zum Konvikt, klarzumachen. Die Bewohner*innen sind nicht nur durch ihren unterschiedlichen Wohnsitzen und dem umliegenden Bergen, sondern auch durch die Distanz, welche zwischen ihnen und dem Konvikt liegt. Deswegenbefindet sich auch keine Textur im rechten Bild, da dieses keine physikalischen Barrieren mehr für die Schüler*innen aufweist.
Konviktprojekt Türspion
5SF, Felix Michiko und Salome Gfeller
Für das Kunstprojekt im Konvikt im Bereich Konzept Kunst\ Kunst am Bau, haben wir uns mit den Bewohner\innen des Konvikts beschäftigt. Wie sie Wohnen und wie es bei ihnen im Alltag aussieht. Wir haben uns auch mit den Innenräume auseinandergesetzt und wie man ein Blick hinein verschaffen könnte._____________Wir haben eine Betonbox gegossen, welche die Materialität des Konvikts von aussen wiederspiegelt. Vorne an der Box ist eine Türe, in welcher ein Türspion eingebaut ist. Der Türspion haben wir gewählt da wir nur einen ,,Blick hinein,, verschaffen wollten und nicht das man das ganze Zimmer sieht. Wir haben die Tür ähnlich an die des Konvikts gemacht, haben jedoch keine Zimmerzahl hinzugefügt, da es anonym sein soll und somit jedes Zimmer sein könnte. Durch diesen Türspion kann man in das Innenleben des Konvikts hineinschauen. Man sieht also ein Zimmer des Konvikts von der Sicht einer Türe aus. Man sieht das dieses Zimmer, welches wir durch eine Digitale Bildcollage zusammengestellt haben, unordentlich und beliebt ist. Es soll eine alltägliche Situation darstellen._________Unser Kunstprojekt soll einen Einblick in das Leben im Konvikt Thematisieren. Wie hinter dem Brutalisteschen Baut des Konvikts Leben steckt und wie viel individualität hinter diesen Türen steckt. Es soll anregen darüber nachzudenken welche Emotionen, Geschichten und Herausforderungen hinter dieser Betonfase in diesen Räumen stattfinden könnten.
Projektbeschrieb Kunst am Bau
5SF, Lisa Wasescha und Nona Lampert
Was man zuerst sieht, ist der weisse Kopf, der in einen Eisenrahmen gespannt ist. Erst auf den zweiten Blick sieht man sich selbst im Spiegel, der in den Rahmen eingebaut worden ist. Im Spiegel kann man ebenfalls erkennen, dass der Kopf kein Gehirn hat, sondern ausgehöhlt ist. Dieser entstandene Raum ist blau angemalt worden. Wir haben eine Farbe gewählt, die vielseitig interpretiert werden kann und für verschiedene Emotionen steht. Wir wollen jede Person, die in diesen Spiegel schaut, dazu animieren, nicht nur auf das Äussere zu schauen, sondern vielmehr auf die Emotionen oder Gedanken hinter einem Gesicht. Durch diesen Spiegel ist jede Person, die in den Spiegel schaut, automatisch Teil des Werkes.___________Für den Kopf haben wir zuerst aus Schaumstoff eine grobe Form ausgeschnitten und danach mit Modelliermasse die genauen Konturen und Formen modelliert. Im Kopf sind drei Eisenhaken befestigt, die den Kopf mit dem Rahmen verbinden. Wir haben dünnes Draht gedreht, damit drei Haken reichen, um den Kopf zu befestigen. Der Kopf ist so angebracht, dass er den Rahmen durchbricht und nicht darin eingeschlossen ist. Die Spiegelfolie ist auf Karton geklebt und in den Rahmen eingesetzt. Der Rahmen besteht aus einem Konstrukt aus Winkeleisen und Flachstahl.______________-Wir sind Nona und Lisa und gehen ins Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten.
Collage
5SF, Maria Beer und Jessica Zschaler
Chur, das Konvikt und ihre beeindruckende Natur, das alles soll unsere Fotocollage durch gestaffelte Elemente darstellen. Die schönen grünen Wiesen mit Blumen rundherum und die mächtigen Bergketten, aber auch die brutalistische und harte Architektur vom Gebäude, jedoch harmoniert es in seiner eigenen Art. __________Im Hintergrund ist der Himmel mit einigen Wolken, die wir ausgedruckt haben und auf Karton geklebt, danach kommt die prägnante Bergkette, die wir alle kennen und vom Konvikt aus gut zu sehen ist, was die Aussicht um einiges verschönert. Die Stadt Chur ist nur in einem kleinen Teil zu sehen, da es unserer Meinung nach zwar eine wichtige Rolle im Konvikt spielt, da es ja in Chur steht, jedoch mit den Schülern im Konvikt eher wenig gemeinsam hat, da alle aus anderen Orten und nicht aus Chur selbst kommen. Auch die Schweizer Flagge ist zu sehen, da es das ist, was uns alle verbindet, ob im Konvikt oder nicht, so auch die von Graubünden. Dann ist ein Abschnitt des Konvikts zu sehen, den wir aus Holz geschnitten haben und die Fenster wurden mit schwarzem Papier bedeckt, daneben sind einige Bäume und danach kommt die Wiese, die im Konvikt ist, mit einigen Blumen. Darunter ist der Fussballplatz der Schule zu sehen, darunter kommen nun noch einige Ausschnitte vom Konvikt selbst wie auch zum Schluss noch Stühle, die auf der Terrasse stehen. _________________________________Eine so nicht existierende Landschaft, mit Blumen, die um das Konvikt gesammelt wurden und danach gepresst und mit Fotos, die wir gemacht haben. Um die Tiefenwirkung, welche wir schon durch das Hochformatieren der Collage erzielen, noch stärker zu verdeutlichen, haben wir die einzelnen Ebenen voneinander durch Erhebungen unterschieden. Der Grund für die Entscheidung einige Teile aus der Natur zu brauchen ist um den Kontrast zwischen Natur und dem Brutalismus, also dem Konvikt, aufzuweisen. Das Zusammenspiel zwischen brutalistischer Architektur und der einzigartigen Natur um das ganze Schulhaus und das Konvikt hat uns inspiriert und daher kamen wir auf die Idee es in einem Kunstwerk zu kombinieren. Um es noch immersiver zu machen hat es verschiedene Strukturen und eine gestaffelte Anordnung, die gegen vorne immer weiter aus dem Bild heraus ragt.